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02.09.2017
15:00 Uhr
Jahreshauptübung »

Um Jugendliche, Eltern und Interessierte über die Arbeit bei der Jugendfeuerwehr zu informieren, stellte die Jugendfeuerwehr Püttlingen ihre Arbeit, Aufgaben und Aktivitäten an zwei Samstagen an einem Informationsstand vor. Ziel dieses Standes war es, Jungen und Mädchen auf die Jugendfeuerwehr aufmerksam zu machen um so weitere Mitglieder für die Nachwuchsbrandschützer zu gewinnen.

Neben dem Maskottchen der Jugenfeuerwehr, Flori Flämmchen, waren auch zahlreiche Mitglieder der Jugendfeuerwehr und die Jugendwarte vor Ort, um über die Aufgaben und Aktivitäten zu berichten. Von diesem Angebot machten zahlreiche Kinder und Jugendliche Gebrauch und informierten sich über die Arbeit bei der Jugendfeuerwehr. Wer wollte, konnte mit der Kübelspritze erste Löschversuche unternehmen und die Einsatzkleidung anprobieren. Viele Eltern informierten sich in der Zwischenzeit über die Anschaffung und Installation von Rauchmeldern bzw. Feuerlöschern. Ein herzliches Dankeschön geht an den REWE Markt in Püttlingen und den EDEKA-Markt in Köllerbach, die der Jugendfeuerwehr entsprechende Standflächen und Materialien zur Verfügung stellten.

Bereits zum 7. Mal führten die Jugendfeuerwehrangehörigen der Köllertalgemeinden Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen eine gemeinsame Übung durch. In diesem Jahr richtete die Feuerwehr Heusweiler, Löschbezirk Heusweiler, diese Übung im Rahmen ihres Tags der offenen Tür durch. Geplant wurde die Übung durch den Heusweiler Gemeindejugendwart Tobias Barth.

In einem landwirtschaftlichen Anwesen im Heusweiler Ortsteil Hirtel kam es zu einem Feuer im Wohnhaus, welches sich auch auf das angrenzende Stallgebäude ausbreitete. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich noch mehrere Personen im Gebäude und konnten sich nicht selbst retten. Über den Notruf 112 wurde die Integrierte Leitstelle über das Schadensfeuer informiert, die daraufhin die Alarmierung der Feuerwehr Heusweiler über die Berufsfeuerwehr Saarbrücken veranlasste. Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr Heusweiler bildeten sofort eine Einsatzleitung, leiteten erste Maßnahmen ein und nahmen aufgrund des Schadensausmaßes eine Alarmstichworterhöhung vor. Daraufhin wurden die Feuerwehren Riegelsberg und Püttlingen zur nachbarlichen Löschhilfe angefordert, so die Übungsannahme.

Die zuerst an der Einsatzstelle eintreffenden Jugendfeuerwehrangehörigen der Feuerwehr Heusweiler rüsteten sich bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle mit Übungsatemschutzgeräten aus und begannen mit der Menschenrettung aus dem Wohnhaus und der Brandbekämpfung. Währenddessen stellten nachrückende Jugendliche der Feuerwehr Heusweiler die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her und begannen die Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren im Außenangriff. Die Jugendfeuerwehrangehörigen aus Riegelsberg leiteten die Menschenrettung aus dem Stallgebäude ein und nahmen ebenfalls mehrere C-Rohre im Außenangriff vor.

Die Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr Püttlingen wurden ebenfalls zur Brandbekämpfung mit mehreren C-Rohren eingesetzt, wobei sie hier eine sogenannte „Riegelstellung“ errichteten, um das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäudeteile zu verhindern. Außerdem wurde die Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke aus einem Unterflurhydranten hergestellt, um so genügend Löschwasser an der Einsatzstelle zur Verfügung zu haben.

Gespannt verfolgten neben zahlreichen Eltern auch Heusweilers Bürgermeister Thomas Redelberger sowie die Wehrführer aller drei Köllertalgemeinden die Übung der Jugendfeuerwehrangehörigen. In der Übungsnachbesprechung am Feuerwehrgerätehaus Heusweiler konnte den 44 an der Übung beteiligten Jugendlichen eine hervorragende Leistung bescheinigt werden. Neben Heusweilers Bürgermeister Thomas Redelberger richtete auch Heusweilers Wehrführer Christian Ziegler noch ein paar Worte an die Jugendfeuerwehrangehörigen. „Die interkommunale Zusammenarbeit funktioniert nicht nur bei den aktiven Feuerwehrangehörigen, sondern auch bei der Jugendfeuerwehr.“ so Christian Ziegler. Er hofft, dass die Jugendlichen weiter so engagiert in der Jugendfeuerwehr mitarbeiten, denn sie sind die Zukunft der Feuerwehr. Außerdem bedankte sich Christian Ziegler auch bei den Eltern der Jugendlichen, die es ihren Kindern ermöglichen, das Ehrenamt Feuerwehr auszuüben.

Die Jugendfeuerwehr der Stadt Püttlingen hat am Projekt „Gute und sichere Jugendfeuerwehr“ der Saarländischen Jugendfeuerwehr und der Unfallkasse des Saarlandes teilgenommen. Bei diesem Projekt wird den Jugendwarten die Möglichkeit geboten, den Arbeits- und Gesundheitsschutz weiterzuentwickeln und Ideen des Arbeitsschutzes aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Eine wichtige Säule betrifft die Aus- und Fortbildung im Bereich der Jugendfeuerwehr. Hierzu besuchten die Jugendwarte entsprechende Seminare, deren Schwerpunkte im Bereich Spiel und Sport, Recht und Verantwortung sowie Pädagogik lagen. Außerdem musste ein Projekt zum Thema Sicherheit und Gesundheit in der Jugendfeuerwehr durch die Jugendfeuerwehrangehörigen geplant, ausgeführt und präsentiert werden. Hierbei spielte die Kameradschaft und der Spaß an der Feuerwehrarbeit eine entscheidende Rolle.

Nachdem alle Voraussetzungen erfüllt waren, erhielt die Jugendfeuerwehr Püttlingen als Auszeichnung ein attraktiv gestaltetes Schild, das nun an der Außenwand der Feuerwehrgerätehäuser Püttlingen und Köllerbach angebracht wurde. Hierdurch ist für jeden Außenstehenden ersichtlich, dass hier im Rahmen der Ausbildung der Nachwuchskräfte ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit und Gesundheit gelegt wird.

Die Jugendfeuerwehren der Löschbezirke Püttlingen und Köllerbach führten am 03. Juni 2016 eine gemeinsame Übung mit dem Jugendrotkreuz des Ortsvereins Saarbrücken-St. Johann im Gewerbegebiet Etzenhofen durch.

Die Übung wurde durch den Jugendwart des Löschbezirks Köllerbach, Christian Kuhlmann, geplant. Im Gewerbegebiet Etzenhofen kam es aufgrund von Schweißarbeiten an einem LKW in einer Industriehalle zu einem Feuer mit starker Rauchentwicklung. In der Halle waren zu diesem Zeitpunkt zwei Angestellte mit Reparaturarbeiten beschäftigt. Der Firmeninhaber informierte über Notruf 112 die Integrierte Leitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg über das Brandereignis. Die Leitstelle stellte das Telefonat direkt zur Haupteinsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Saarbrücken durch, die daraufhin sofort die Feuerwehr alarmierte.

Zuerst traf das Tanklöschfahrzeug des Löschbezirks Köllerbach an der Einsatzstelle ein. Nach einer kurzen Lageerkundung durch den Einheitenführer machten sich die Jugendlichen an die Rettungsmaßnahmen. Bereits während der Anfahrt zur Einsatzstelle hatten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen mit Übungsatemschutzgeräten ausgerüstet, um direkt zur Menschenrettung in die Halle vorgehen zu können. Mit einem C-Rohr ausgerüstet ging es in die stark verqualmte Halle, um die vermissten Personen zu suchen und das Feuer zu bekämpfen. Nach und nach trafen weitere Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle ein. Schnell wurde durch das Löschgruppenfahrzeug des Löschbezirks Köllerbach die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten hergestellt und ein Überdrucklüfter vorgenommen.

Die zwei im Gebäude vermissten Personen wurden schnell gefunden und aus der verqualmten Halle gerettet. Außerdem mussten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen um zwei weitere verletzte Personen im Außenbereich kümmern. Alle Geretteten wurden an die Helferinnen und Helfer des Jugendrotkreuzes übergeben, die sich um die Verletzten kümmerten und mit der Erstversorgung begannen. Dazu rückte das Jugendrotkreuz des Ortsvereins Saarbrücken-St. Johann mit einem Rettungs- und einem Krankenwagen sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL) an. Die nachrückenden Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr des Löschbezirks Püttlingen unterstützten bei der Brandbekämpfung im Außenbereich und schirmten in der Nähe stehende Gebäude und geparkte LKW-Auflieger vor dem Übergreifen des Feuers ab. Um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde aus einem weiteren Unterflurhydranten eine zweite Wasserversorgung hergestellt.

Nachdem alle Personen gerettet und versorgt waren sowie das angenommene Feuer gelöscht war, wurde „Wasser halt“ befohlen. Die Geräte wurden wieder auf die Fahrzeuge verladen und die Übungsteilnehmer rückten danach zur Übungsbesprechung ins Feuerwehrgerätehaus nach Köllerbach ein.

Wehrführer Thomas Prinz bescheinigte allen an der Übung Beteiligten eine gute Leistung und freute sich zu sehen, dass alle mit Freude und Eifer bei der Übung mitmachten. Prinz appellierte auch an alle, Werbung für die Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr bzw. der aktiven Wehr zu machen, um so weitere Mitglieder für das Ehrenamt Feuerwehr zu gewinnen. „Man kann nie genug ehrenamtlich Tätige bei der Feuerwehr haben“, so Wehrführer Thomas Prinz.

Danach gab es noch Rostwürste und Getränke für alle. Ein besonderer Dank ging an Jörg Herber, der sein Firmengelände für die Übung zur Verfügung gestellt hatte.

Weitere Fotos:

Die Jugendfeuerwehr bei der WAWI-Schokowelt

Auch in diesem Jahr führte die Jugendfeuerwehr Püttlingen eine Lehrfahrt durch. Morgens um 8.00 Uhr trafen sich insgesamt 28 Jugendfeuerwehrangehörige aus Püttlingen und Köllerbach sowie 9 Betreuer am Feuerwehrgerätehaus in Püttlingen. Wohin der Ausflug ging, wusste nur Stadtjugendwart Harald Ströhle; die Jugendlichen wussten nur, dass sie Schwimmsachen mitbringen sollten. Entsprechend aufgeregt waren alle, denn jeder wollte ja wissen, wo es hin geht. Nachdem alle im Bus saßen, ging es zuerst in die WAWI Schoko-Welt nach Pirmasens. Dort hatte Harald Ströhle eine Besichtigung der Produktionsanlage und des Schokoladenmuseums organisiert.

Zurzeit wird die Produktionsanlage für das Weihnachtsgeschäft umgebaut, da in Kürze mit der Produktion von Schokoladen-Weihnachtsmännern begonnen wird. Bei der Führung erfuhren alle Teilnehmer viele interessante Sachen über die Geschichte der Firma WAWI, über Schokolade und ihre Herstellung sowie über die Historie der gängigsten Schokoladenfiguren. Nachdem man so viel über Schokolade gesprochen hatte und einem regelrecht das Wasser im Mund zusammenlief, durften alle auch das vielfältige Angebot probieren.

Danach ging es mit dem Bus weiter ins Schwimmbad PLUB. Dort angekommen hieß es für alle Jugendfeuerwehrangehörigen flott aus den Klamotten und ab ins kühle Nass. Besonders die Riesentunnelrutsche mit mehr als 80 Metern Länge hatte es den Teilnehmern angetan. Nach ein paar vergnügten Stunden machten sich alle, müde und geschafft, wieder auf den Rückweg nach Püttlingen. Am Feuerwehrgerätehaus angekommen wartete aber noch ein leckeres gemeinsames Abendessen auf alle Mitfahrer. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung in Theorie und Praxis kommt so bei der Jugendfeuerwehr Sport, Spiel und Spaß nicht zu kurz.

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