Zum Abschluss der praktischen Ausbildung für das Jahr 2016 führten die Jugendfeuerwehren aus den Löschbezirken Püttlingen und Köllerbach eine Nachtübung durch.

Geplante hatte die Übung an der staatlichen Förderschule für soziale Entwicklung auf der Ritterstraße der Jugendwart des Löschbezirks Püttlingen, Carsten Münch. Folgendem Übungsszenario mussten sich die Jugendfeuerwehrangehörigen stellen: Aufgrund einer Brandstiftung im Heizungskeller kam es in der Schule zu einem ausgedehnten Brand, der auch auf das darüberliegende Geschoss übergriff. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs fand eine Feier im Schulgebäude statt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung verbreitete sich der Brandrauch im gesamten Gebäude, sodass sich nicht alle Personen ins Freie retten konnten. Über Notruf 112 informierte ein Teilnehmer der Feier die Feuerwehr.

Das Tanklöschfahrzeug des Löschbezirks Püttlingen traf als erstes an der Einsatzstelle ein und wurde durch den Einsatzleiter in die Lage eingewiesen. Schon auf der Anfahrt hatten sich die Nachwuchsbrandschützer mit Übungs-Atemschutzgeräten ausgerüstet, um direkt nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle zur Menschenrettung in das Schulgebäude vorgehen zu können.

Schnell wurde der Verteiler vor dem Eingang des Heizungskellers in Stellung gebracht und eine Schlauchleitung verlegt, damit im Innenangriff mit der Menschenrettung begonnen werden konnte. Nach und nach trafen weitere Einsatzfahrzeuge am Schulgebäude ein. Die Besatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs stellte die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her, leuchtete die Einsatzstelle mit Flutlichtstrahlern aus und nahm mehrere C-Rohre im Außenangriff vor. Der im Innenangriff eingesetzte Trupp hatte schnell zwei im Kellergeschoss eingeschlossene Personen gefunden und ins Freie verbracht. Die nachrückenden Einsatzkräfte der Jugendfeuerwehr des Löschbezirks Köllerbach wurden auf der Vorderseite des Schulgebäudes eingesetzt. Auch hier wurde eine im Gebäude eingeschlossene Person gerettet und mehrere C-Rohre im Außenbereich zur Brandbekämpfung und Abschirmung vorgenommen. Außerdem wurde die Einsatzstelle mit Flutlichtstrahlern ausgeleuchtet.

Nachdem alle Personen gerettet waren und das Feuer gelöscht war, wurde „Wasser halt“ befohlen. Danach wurden die Geräte wieder in die Fahrzeuge verladen und die Jugendlichen rückten ins Gerätehaus ein, wo es eine kurze Übungsbesprechung gab. Stadtjugendwart Harald Ströhle bedankte sich bei allen Übungsteilnehmern für ihre gezeigte Leistung. Auch der stellvertretende Wehrführer Ruwen Dumont ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die Jugendlichen zu richten. „Es wurde ruhig und zügig gearbeitet. Besonders beeindruckt hat mich die Zusammenarbeit der Trupps, die mit den Übungs-Atemschutzgeräten in den Innenangriff vorgegangen sind.“ so der stellvertretende Wehrführer. Außerdem bedankte er sich bei den aktiven Feuerwehrangehörigen, die neben ihrem „normalen“ Feuerwehrdienst zusätzlich bei der Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses unterstützen.

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Bericht und Fotos: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

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