Bevor die Jugendfeuerwehrmitglieder des Löschbezirks Köllerbach in ihre wohlverdienten Sommerferien starten konnten, hatten Jugendwart Christian Kuhlmann und sein Vertreter Markus Simoni noch einen „Berufsfeuerwehrtag“ organisiert. Hierbei soll den Kindern und Jugendlichen der Arbeitsalltag eines „Berufsfeuerwehrmanns“ näher gebracht werden.

Zu Beginn ihres 24-Stunden-Dienstes trafen sich 11 Jugendfeuerwehrangehörige mit ihren Betreuern freitags nachmittags um 18.00 Uhr am Feuerwehrgerätehaus in Köllerbach. Sofort wurde mit dem Aufbau der Feldbetten begonnen und der Schlafplatz hergerichtet. Nachdem die Zimmer bezugsfertig waren, wurde wie bei einer Berufsfeuerwehr die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge und Gerätschaften überprüft. Nachdem alles geprüft war, war es auch schon Zeit für das Abendessen. Gemeinsam mit den Eltern der Jugendfeuerwehrangehörigen wurde gegrillt. Bevor es sich die Jungen und Mädchen gemütlich machen konnten, ertönte zum ersten Mal der Alarmgong. Zügig wurden die Fahrzeuge besetzt und es ging zur gemeldeten Einsatzstelle im Gewerbegebiet Etzenhofen. Dort war es aufgrund der Trockenheit zu einem Flächenbrand gekommen. Schnell waren mehrere C-Rohre zur Brandbekämpfung vorgenommen und die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten hergestellt. Nachdem das Feuer gelöscht war, wurden die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht und es ging zurück ins Feuerwehrgerätehaus. Gegen 21.30 Uhr wurden die Jugendfeuerwehrangehörigen zum zweiten Einsatz alarmiert. Die Brandmeldeanlage in der Köllertalschule hatte ausgelöst. An der Einsatzstelle angekommen, konnte aber nach kurzer Zeit Entwarnung gegeben werden. Es handelte sich um einen Fehlalarm. Wieder zurück in der Unterkunft hieß es für alle erstmal ab in die Betten. Zum Glück kam es in der Nacht zu keinen weiteren Einsätzen, so dass alle ruhig schlafen konnten.

Um kurz nach 6.00 Uhr wurde die Nachtruhe aber gestört und der nächste Einsatz stand an. Diesmal ging es in den Wiesenpfad, dort brannten Hecken. Die Wasserversorgung musste hier über eine längere Wegstrecke hergestellt werden. Auch hier zeigten alle ihr Können und der Einsatz wurde schnell und gekonnt abgearbeitet. Zurück im Gerätehaus wurde zuerst einmal gefrühstückt, um für den weiteren Tag gewappnet zu sein.

Wie im „richtigen“ Alltag bei einer Berufsfeuerwehr stand danach Arbeits- und Ausbildungsdienst auf dem Plan. So wurden die Fahrzeuge gereinigt und die Fahrzeughalle gefegt. Danach wurde noch theoretischer Unterricht zum Thema „Gefahren an der Einsatzstelle“ abgehalten. Zwischenzeitlich wurden die Jugendlichen zu weiteren Einsätzen alarmiert. So musste an der Bergehalde eine vermisste Person gesucht und ein Wohnungsbrand gelöscht werden. Bevor es dann zum gemeinsamen Mittagessen ging, stand noch Sport auf dem Ausbildungsplan.

Am Nachmittag wurde es aber nicht ruhiger, zum Abschluss des Berufsfeuerwehrtages war es auf der Reitanlage in der Oberwies zu einem Flächenbrand gekommen, der schnell mit der Schnellangriffseinrichtung des Tanklöschfahrzeugs gelöscht wurde. Nachdem die Einsatzfahrzeuge wieder einsatzbereit waren, ging es zurück ins Feuerwehrgerätehaus, wo der 24-Stunden-Dienst langsam ausklang. Die Betten wurden wieder abgebaut und die Jugendfeuerwehrangehörigen machten sich mit vielen neuen Eindrücken in ihre wohlverdienten Sommerferien. „Schade, dass der Berufsfeuerwehrtag soll schnell vorbei war, wir freuen uns schon auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.“ so die Teilnehmer. Ein Dank geht auch an alle Helferinnen und Helfer für Ihre Unterstützung bei der Durchführung des Berufsfeuerwehrtags.

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Bericht und Fotos: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

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