Am Freitag traf sich die Feuerwehr mit einem Service-Techniker einer Aufzugsfirma in der Seniorenresidenz im Burgwinkel in Köllerbach. Hier bekamen die Feuerwehrleute erklärt, was zu tun ist, wenn der Aufzug stehen bleibt und warum ein Aufzug eigentlich nicht abstürzen kann.

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Am Samstag ging bei der Feuerwehr Püttlingen der Lehrgang Truppmann Teil 2 zu Ende. Nach einer schriftlichen Prüfung sind nun 4 weibliche und 16 männlich Feuerwehrangehörige ausgebildete Truppmänner/-frauen.

In einem 80-stündigem Lehrgang, der Dienstags und Samstags in Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach stattfand standen Löscheinsatz, Retten, Technische Hilfe, Rechtsgrundlagen und vieles mehr auf dem Stundenplan.

Nun können die Wehrleute auch weiterführende Lehrgänge auf Regionalverbandsebene besuchen und sich somit zum Truppführer und zum Maschinisten ausbilden zu lassen. Ein Atemschutzgeräteträgerlehrgang steht in der nächsten Zeit noch an. Auch auf Landesebene kann nun der Lehrgang Technische Hilfeleistung an der Landesfeuerwehrschule des Saarlandes in Saarbrücken besucht werden.

Dieser Lehrgang zeigt wieder einmal, was man alles können muss, um bei der Feuerwehr sein Handwerk zu beherrschen.

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12 Teilnehmer aus den Löschbezirken Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach nahmen an zwei Samstagen im Rahmen ihrer Ausbildung an einem Motorsägenlehrgang beim Städtischem Forstamt Völklingen teil . Die Theoretischen Grundlagen setzten sich aus einer Einweisung im Umgang mit Motorsägen sowie aus den notwendigen Unfallverhütungsvorschriften zusammen . In der Praktischen Einweisung folgten Übungen am liegenden Holz.

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Wehren üben künftig mit Puppe Randy

Feuerwehrverband kauft zehn lebensechte Dummys für 10 000 Euro

Der Feuerwehrverband im Regionalverband hat zehn Übungspuppen namens Randy gekauft und an die freiwilligen Feuerwehren verteilt. Damit lässt sich die Rettung von Personen in verrauchten Gebäuden besser proben.



 

sb-sb-puppe-ffw2.JPG_6195    Ralph Haag (hinter der Puppe), Vorsitzender des Feuerwehrverbandes im Regionalverband, übergab in der Feuerwache Dudweiler Übungspuppen an die Retter. Der Dummy mit dem Namen Randy ist 1,75 Meter groß, 70 Kilo schwer und vor allem lebensecht.Foto: ll




Regionalverband. "Mann, ist der so schwer. Und vor allem hilft er kein bisschen mit." Feuerwehrmann Christian Montada muss schmunzeln, als er versucht, die neue Übungspuppe der Dudweiler Feuerwehr hochzuheben. Mit der richtigen Technik schafft er es schließlich doch.

Der Dummy mit dem Namen Randy ist 1,75 Meter groß, 70 Kilo schwer und vor allem "lebensecht", wie Ralph Haag, Vorsitzender des Feuerwehrverbandes im Regionalverband Saarbrücken, betont. Zehn dieser Puppen hat der Verband angeschafft. Kosten für die Rettungspuppen: 10 000 Euro. Nach Angaben von Haag kommen noch weitere vier Randys. Alle freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband, außer der Quierschieder - sie ist nicht Mitglied im Feuerwehrverband - werden damit ausgestattet.

 

Die Saarbrücker Wehr erhält vier, die Wehren in Völklingen und Püttlingen bekommen je zwei der neuen Rettungspuppen. Zu den anderen sechs Wehren kommt jeweils eine. Das Modell Randy besteht aus einem starken Stahlrahmen, über den eine extrem robuste Kunststoffhaut gegossen ist. Spezielle Füllungen geben dem Modell das passende Gewicht und vermitteln mit der Elastizität des Kunststoffs und den beweglichen Gelenken ein realistisches Gefühl im Einsatz.

Mit dieser neuen Puppe könnten beispielsweise auch Rettungen aus mehr als sechs Meter Höhe realistisch trainiert werden, erläuterte Ralph Haag. Auch könne man die Suche nach und Rettung von Personen in verrauchten Gebäuden jetzt viel besser üben. Begeistert von den neuen Dummys zeigte sich Regionalverbands-Brandinspekteur Reiner Schwarz. "Das ist eine wirklich sinnvolle Anschaffung", sagte Schwarz. Dank Übungen mit den realitätsnahen Puppen gebe es später im Einsatz bei der Rettung von Menschen keine große Überraschungen für die Helfer.

Der Feuerwehrverband im Regionalverband Saarbrücken wurde 1994 in Bischmisheim gegründet. Unter anderem organisiert er Fahrsicherheitstraining und Vorträge für die Wehrleute, unterstützt die Jugendfeuerwehren und kümmert sich um die Pflege der Kameradschaft in den Alterswehren. Seit November 2007 steht Ralph Haag aus Dudweiler an der Spitze des Verbandes. "Die Übungspuppe ist eine wirklich sinnvolle Anschaffung."

Regionalverbands-

Brandinspekteur Reiner Schwarz

 

 

 

Umweltalarm in der Sellerbacher Humes

Am Dienstag pumpten Wehrleute aus Köllerbach und Herchenbach Wasser von den Weihern in der Sellerbacher Humes um, nachdem ungeklärte Abwässer hineingelangt waren und Fische gestorben waren.

Von SZ-Mitarbeiter Simon Mario Avenia

 

kt-kt-fische-sma2.JPG_2703     Nachdem ungeklärtes Abwasser in mehrere Fischweiher gelaufen ist, herrschte im Bereich der Köllerbacher Humes Umweltalarm. Der Naturschutzbauftrage für den Stadtteil Köllerbach westlich des Köllerbachs, Franz Josef Nickels (rechts), hier mit einem Feuerwehrmann, misst die Wasserqualität. Foto: Avenia



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Püttlingen/Riegelsberg. Schwül ist es am Dienstag auf dem Feldweg in der verlängerten Nauwieser Straße in Köllerbach. Und es riecht nach fauligem Wasser, und zwar so stark, dass der Geruch nicht allein vom Weiher in der Sellerbacher Humes kommen kann.

Wer sich dem Weiher nähert, sieht auch, warum es immer schwüler und muffeliger wird: Die Freiwillige Feuerwehr Köllerbach pumpt an zwei Stellen das Wasser aus dem Weiher und lässt es in hohen Fontänen wieder hineinschießen. Auch an einem kleineren Weiher etwas unterhalb sind Feuerwehrleute, diesmal aus Herchenbach, damit beschäftigt, das Wasser in einem Weiher umzupumpen.

Den Grund für diese Aktion, die auch schon am Montagabend durchgeführt worden war (wir berichteten), kann Franz Josef Nickels, Köllerbacher Naturschutzbeauftragter für den Bereich westlich des Köllerbachs, erklären: "In die Weiher sind am Montagabend ungeklärte Abwässer gelangt, was schon zu einem Fischsterben geführt hat. Wir wollen jetzt verhindern, dass noch mehr Tiere verenden."

Am Montagabend fiel auf, dass ungeklärte Abwässer in die Weiher der Sellerbacher Humes flossen. Die Ursache dafür war schnell ausgemacht: Ein Abwasserbauwerk auf Riegelsberger Bann war, das vermutlich durch einen Stein blockiert war, ist übergelaufen.

Das ungeklärte Abwasser floss dann irgendwann über die Anlage und landete schließlich in den Weihern auf Köllerbacher Bann. Vor allem das Ammoniak in dem Abwasser sorgte dann dafür, dass gerade kleinere Fische verendeten. "Um die Wasserqualität zu verbessern, wurden noch am Montagabend zwei Maßnahmen getroffen", erklärt Nickels, der den Umweltalarm ausgelöst hatte. Zum einen wurde das Wasser in den Weihern durch möglichst viel Frischwasser ersetzt. "Das haben wir am Montag noch mit Tankern gemacht", schildert der Köllerbacher Löschbezirksführer Karl Kunz. Dazu fuhren die Tankfahrzeuge von Püttlingen und Köllerbach zum Weiher, luden ihr Frischwasser ab und holten gleich die nächste Ladung. "Am Dienstag haben wir dann stattdessen eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung zum nächsten Hydranten gelegt, um Frischwasser zuzuführen", so Kunz weiter. Mindestens 20 000 Liter seien dadurch ausgetauscht worden.

Zum Zweiten wurde das schon in den Weihern befindliche Wasser herausgepumpt und dann wieder hineingeschossen, mit dem Ziel, dabei mehr Sauerstoff ins Wasser zu bekommen. Mit Erfolg: Ab dem Nachmittag verbesserte sich der Sauerstoffwert, der viertelstündlich gemessen wurde, deutlich. "Zwar sind über Nacht immer mehr tote Fische an die Oberfläche gestiegen", erklärte Bürgermeister Martin Speicher, der sich an beiden Tagen vor Ort ein Bild der Situation machte, "aber durch unsere Maßnahmen konnten wir das Fischsterben beenden."

Wie hoch der Schaden letztendlich ist und wer ihn bezahlen wird, ist noch offen.

 

 

 



Beitragaus Saarbrücker Zeitung  vom: 02.07.2009, 00:02
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