Am 16. August wurde die Feuerwehr Püttlingen zu einem nicht alltäglichen Einsatz gerufen. Im Schwarzenholzer Weg musste ein Gelege des Eichenprozessionsspinners entfernt werden. Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um eine Falterart, die vor allem als Forstschädling Eichen und Weißbuchen befällt.

Die Eigelege befinden sich an kleineren Ästen der befallenen Bäume. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners verpuppen sich in sogenannten Gespinstnestern. Das Unangenehme an den Raupen sind die Gifthaare, die auf der Haut und an den Schleimhäuten allergische Reaktionen hervorrufen, was zu Juckreiz und Hautausschlag führt.

Um sich vor diesen Gifthärchen zu schützen, mussten die Einsatzkräfte entsprechende Einwegschutzkleidung und Atemschutz tragen. So ausgerüstet, gingen zwei Feuerwehrangehörige mit einem Bunsenbrenner zu dem befallenen Baum vor und flämmten das Gespinstnest ab. Um die in den Schutzanzügen tätigen Einsatzkräfte auch im Nachgang vor den Gifthärchen zu verschonen wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet. In diesem speziellen Fall reichte eine Reinigung der Schutzkleidung mit viel Wasser aus.

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Bericht und Foto: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

Bericht: Saarbrücker Zeitung vom 30.06.2016. Von Marco Reuther

Wie wichtig Rauchmelder sind, hat sich in der Nacht zum Mittwoch erneut gezeigt: Bei einem Brand in einer Dachgeschosswohnung in Püttlingen rettete das Piepsen des Alarms die betroffene Familie.

Sirenen schreckten viele Püttlinger gegen 3.30 Uhr in der Nacht zum gestrigen Mittwoch auf: In der Nauwieser Straße brannte es in einer Dachgeschosswohnung. Im Einsatz waren 35 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen – darunter der Drehleiterwagen – aus allen drei Löschbezirken. Die Einsatzleitung hatte der stellvertretende Wehrführer Ruwen Dumont.

Bei dem Feuer zeigte sich wohl auch, wie lebenswichtig Rauchmelder sein können, denn dem Vernehmen nach ist die betroffene Familie durch das Piepsen des Rauchmelders geweckt worden, konnte so das Haus schnell verlassen und die Feuerwehr frühzeitig alarmieren. Die hatte insbesondere noch Nachlöscharbeiten zu erledigen, der ganze Einsatz dauerte etwa eine Stunde. Der Brandherd war nach den bisherigen Erkenntnissen eine Spülmaschine, so dass ein technischer Defekt als Brandursache naheliegend ist, die Untersuchungen laufen allerdings noch. Der Schaden beschränkt sich in erster Linie auf die Küchenzeile.

Für den Löschbezirk Püttlingen war es schon der zweite Einsatz in der Nacht: Etwa zwei Stunden zuvor war die Feuerwehr zu einem medizinischen Notfall in die Engelfanger Straße gerufen worden, schildert Ruwen Dumont. Dort war der Einsatz der Drehleiter notwendig geworden, um eine erkrankte Person mit Hilfe des Rettungskorbes und der Halterung für eine Krankentrage aus einer Wohnung herausholen zu können. Bei beiden Einsätzen waren die Straßen vorübergehend gesperrt, was aber, wegen der nächtlichen Uhrzeiten, keine Verkehrsbehinderungen zur Folge hatte.

Schon die vorangegangenen Tage waren für die Püttlinger Feuerwehr recht arbeitsintensiv gewesen: Seit Freitag hatte es noch fünf weitere kleinere Einsätze gegeben, darunter das Löschen eines brennenden Mülleimers kurz vor 7 Uhr morgens am Freitag in der Marktstraße und das Beseitigen von Betriebsstoffen, die am Samstagmorgen aus einem Bagger in der Ringstraße ausgelaufen waren.

Rettung einer Ringelnatter

Auch einen recht ungewöhnlichen Einsatz im Bereich „Tierrettung“ hatte es gegeben: Eine verletzte Schlange war am Sonntagnachmittag gegen 16.50 Uhr in der Von-der-Heydt-Straße entdeckt worden, die erst in die Tierklinik nach Köllerbach und einen Tag später von der Feuerwehr in den Saarbrücker Zoo gebracht wurde. Da sich die Schlange gerade in der Häutungsphase befunden hatte, war zunächst auch die Gattung nicht festzustellen, später stellte sich heraus, dass es sich um eine – harmlose – Ringelnatter gehandelt hatte.

Einsatz- und Alarmfahrten mit Blaulicht und Martinshorn bringen für die Fahrer der Fahrzeuge große Risiken mit sich. Immer wieder hört man von Unfällen, bei denen Einsatzfahrzeuge, sei es von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr verwickelt sind. Um solche Einsatzfahrten ohne Gefährdung der Einsatzfahrer und der übrigen Verkehrsteilnehmer zu trainieren, hatten insgesamt 12 Feuerwehrangehörige aus Püttlingen die Möglichkeit, an einem Fahrsimulatortraining teilzunehmen.

In Zusammenarbeit mit der Unfallkasse des Saarlandes und dem Landesfeuerwehrverband konnten an 2 Terminen jeweils 6 Einsatzkräfte ein Fahrsimulatortraining bei der Feuerwehr Homburg besuchen.

In einem theoretischen Teil wurde zunächst auf die Unfallstatistik bei Sonderrechtsfahrten sowie auf die rechtlichen Grundlagen zum Thema Sonder- und Wegerechte eingegangen. Danach ging es in den praktischen Teil. Mit dem Simulator wird den Fahrzeugführern ermöglicht, gefahrlos Alarmfahrten zu trainieren und sich auf mögliche Stress- und Gefahrensituationen einzustellen. Hierbei konnten diverse Verkehrssituationen wie Fahrten im Stadtgebiet, auf Land- oder Autobahnen sowie verschiedene Wetterbedingungen nachgestellt werden. Die Fahrten wurden anschließend in der Gruppe besprochen. Ziel war es, das Bewusstsein für unübersichtliche Verkehrssituationen und das unberechenbare Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu schulen. Nach gut 4 Stunden machten sich die Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen auf den Nachhauseweg.

 

Am Mittwoch kurz nach 11 Uhr, wurden die Meldeempfänger aller drei Püttlinger Löschbezirke mit der Meldung „Brand 2.Alarm Püttlingen Vogesenweg – eine Person in der Wohnung“ ausgelöst.

Schnell ist die Wehr mit 25 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen vor Ort, wo eine Rauchentwicklung aus einem Fenster im Kellergeschoss eines zweistöckigen Hauses festzustellen ist. Weiterhin befinden sich mehrere Personen auf der Straße. Eine erste Befragung ergibt, dass sich keine Personen mehr im Haus befinden und eigene Löschversuche mit einem Gartenschlauch wegen der Rauchentwicklung abgebrochen werden mussten.

Während sich ein Trupp zur Brandbekämpfung in die Kellerwohnung begibt, durchsucht ein weiterer Trupp die anderen drei Wohnungen, wobei bestätigt werden kann, dass sich niemand mehr in dem Anwesen befindet. Das Feuer kann schnell gelöscht werden, nach einer Nachschau mittels Wärmebildkamera und Lüftungsmaßnahmen, kann die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden.

Die Brandwohnung bleibt unbewohnbar, alle anderen Wohnungen wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Eine Hausbewohnerin, die dem Wohnungsinhaber der Brandwohnung zu Hilfe eilte, musste wie der Wohnungsinhaber auch, wegen einer Rauchvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Weitere Fotos:

Bericht und Fotos: Rafael Mailänder, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken

Weitere Bilder und Informationen finden Sie auf der Facebookseite der Freiwilligen Feuerwehren im Regionalverband Saarbrücken.

Auch in diesem Jahr fand ein auf Regionalverbandsebene durchgeführter Lehrgang „Maschinisten“ statt, bei dem insgesamt 15 Feuerwehrangehörige ausgebildet wurden. An diesem Lehrgang nahmen nicht nur Mitglieder der Feuerwehr Püttlingen, sondern auch aus den Gemeinden Heusweiler und Riegelsberg teil.

Die Ausbildung zum Maschinisten wurde an insgesamt 4 Samstagen durchgeführt, um alle Lehrgangsteilnehmer auf ihre neue Funktion in der Feuerwehr vorzubereiten. Im theoretischen Teil der Ausbildung wurden Themen wie Unfallverhütungs- und Feuerwehrdienstvorschriften behandelt. Da man als Maschinist der Fahrer des Einsatzfahrzeugs ist, wurde aber auch das Thema Verhalten im Straßenverkehr behandelt. Im praktischen Teil wurde neben Knoten und Stiche der praktische Umgang mit der im Fahrzeug festeingebauten Pumpe, den tragbaren Pumpen und den weiteren kraftbetriebene Geräten geübt. Auch die Themen Wasserförderung, Pumpenbetriebsprüfungen sowie Pflege und Wartung der Geräte wurde behandelt. All dies müssen die Teilnehmer erlernen, um die Geräte im Übungs- und Einsatzfall sicher bedienen zu können. Am Ende der Ausbildung stand für alle Lehrgangsteilnehmer noch eine Lernerfolgskontrolle auf dem Programm. Die Lehrgangsleiter konnten nach Auswertung der Fragebögen allen Teilnehmern ihre Lehrgangsbescheinigung aushändigen.

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