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02.09.2017
15:00 Uhr
Jahreshauptübung »

Am Samstag, 03.09.2016, fand die Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Köllerbach und Püttlingen bei der Firma Tosch Präzisionsteile GmbH im Gewerbegebiet Etzenhofen statt. 

Vor der Übung erfolgte durch den Püttlinger Wehrführer Thomas Prinz die Meldung an Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher, den Landesbrandinspekteur Timo Meyer sowie den Kreisbrandmeister für den Regionalverband Saarbrücken, Christian Ziegler.

Die Übungsverantwortlichen hatten die Übung in zwei Übungsabschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt wurde folgende Lage angenommen:

In der Werkshalle kam es aufgrund eines elektrischen Defekts in einem Schaltschrank in der Fertigungsanlage zu einem Brand. Dieser breitete sich aufgrund einer nicht geschlossenen Brandschutztür auf das Bürogebäude aus. Die Werkshalle sowie der Bürobereich waren stark verqualmt. Ein Mitarbeiter, der auf das Feuer aufmerksam wurde, alarmierte über Notruf 112 die Feuerwehr und veranlasste über einen internen Alarm die Räumung des Gebäudes. Nach der Räumung des Objekts wurde festgestellt, dass sich noch 4 Mitarbeiter im Produktionsbereich sowie 2 Mitarbeiter im Bürogebäude aufhalten mussten, da diese nicht an der Sammelstelle eingetroffen waren.

Im zweiten Übungsabschnitt kam es zu einem Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Radlader. Der Fahrer des Radladers wurde durch den Feuerwehreinsatz so abgelenkt, dass er mit dem Radlader auf den PKW auffuhr. Dadurch wurde der PKW-Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt. Der Radladerfahrer konnte seine Arbeitsmaschine ebenfalls nicht mehr selbständig verlassen.

Als erstes Fahrzeug traf der Kommandowagen (KdoW) mit dem Wehrführer Thomas Prinz an der Einsatzstelle ein. Sofort führte der Einsatzleiter eine erste Erkundung durch, um die nachrückenden Einsatzkräfte in die Lage einweisen zu können.

Als nächstes traf das Tanklöschfahrzeug des Löschbezirks Köllerbach ein. Die Einsatzkräfte gingen zur Menschenrettung und Brandbekämpfung über die Haupteingangstür in das Bürogebäude vor. Währenddessen machte sich im 1. Obergeschoss ein Mitarbeiter an einem Fenster bemerkbar. Die Einsatzkräfte des Löschgruppenfahrzeugs (LF 8) aus Köllerbach nahmen sofort eine Steckleiter zur Personenrettung vor. Desweiteren wurde die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten hergestellt, ein Überdrucklüfter sowie mehrere C-Rohre im Außenangriff vorgenommen. Das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) des Löschbezirks Herchenbach wurde im Bereich der Produktionshalle eingesetzt. Über den Personaleingang ging ein Trupp zur Menschenrettung in die Werkshalle vor. Hier wurden ebenfalls mehrere C-Rohre im Außenangriff sowie ein Überdrucklüfter eingesetzt.

Der Angriffstrupp des Tanklöschfahrzeugs aus dem Löschbezirk Püttlingen ging zur Menschenrettung durch ein Rolltor in die Werkshalle vor. Außerdem wurden ein neben der Produktionshalle gelegenes Gasflaschenlager sowie eine weitere Halle mit einem sogenannten Hydroschild abgeschirmt. In diesem Bereich wurde auch die Drehleiter mit Korb (DLK) in Stellung gebracht und mit einem Wenderohr eine Riegelstellung zur benachbarten Werkshalle aufgebaut. 

Retter sind auch in der technischen Hilfeleistung fit

Im zweiten Teil der Übung wurde die im Fahrzeug eingeklemmte Person durch die Besatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) gerettet. Mit hydraulischem Rettungsgerät wurde das Dach des Fahrzeugs entfernt, um eine patientengerechte, schonende Rettung durchzuführen.

Die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes übernahmen die Rettung des verunglückten Fahrers aus dem Radlader. Hierzu wurde mittels einer Steckleiter eine „schiefe Ebene“ errichtet und die Person aus dem Führerhaus gerettet.

Die geretteten Personen wurden an das Deutsche Rote Kreuz übergeben: Die Helferinnen und Helfer hatten eine Verletztensammelstelle eingerichtet. Hier wurden die Personen registriert und betreut sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet und die Überführung in Krankenhäuser vorbereitet.

Nach der Übung erfolgte die Übungsbesprechung in der Kyllberghalle. Zuerst richtete Landesbrandinspekteur Timo Meyer ein paar Worte an alle Übungsbeteiligten. „Die Übung hat mir gut gefallen.“ so der Landesbrandinspekteur. Auch Kreisbrandmeister Christian Ziegler lobte die Arbeit der Einsatzkräfte. „So eine Jahreshauptübung dient dazu, den politisch Verantwortlichen und der Bevölkerung die Leistungsfähigkeit der Hilfskräfte unter Beweis zu stellen. Dies haben alle eindrucksvoll gezeigt.“ so Christian Ziegler. Im Anschluss bedankte sich Wehrführer Thomas Prinz noch beim Geschäftsführer der Firma Tosch GmbH, Herrn Karmann, der der Feuerwehr das Objekt für die Übung zur Verfügung stellte.

Bericht und Fotos: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

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