Nachdem die Jahreshauptübung durch die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Püttlingen, des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach absolviert war, fand in der Barbarahalle die Übungsbesprechung und im Anschluss daran die Beförderung von Feuerwehrangehörigen statt.

Bevor es jedoch zu den Beförderungen ging, begrüßte der 1. Beigeordnete Christian Müller in Vertretung für Bürgermeister Martin Speicher alle Anwesenden. Unter den Gästen konnte der 1. Beigeordnete Christian Müller den Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Völklingen, Herbert Broy in Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, die Abordnungen benachbarter Feuerwehren, die Wehr- und Löschbezirksführung der Feuerwehr Püttlingen, die Mitglieder des Stadtrates und zuletzt, aber genauso herzlich die Angehörigen der Basisorganisationen, die an der Übung beteiligt waren, begrüßen.

Im Anschluss daran erfolgte die Übungsbesprechung durch den Wehrführer von Völklingen, Herbert Broy, den Vertreter des THW Ortsverbandes Völklingen-Püttlingen, Sebastian Klein, und den Vertreter des DRK, Aloysius Meyer. Danach wurden die Beförderungen der Feuerwehrangehörigen vorgenommen.

Den Dienstgrad Feuerwehrfrau / Feuerwehrmann dürfen ab sofort Yasmin Baumgärtner, Julian Hochreither und Sebastian Freis tragen. Zum Oberfeuerwehrmann wurden Björn Barth, Matthias Bläs, Maximilian Cönen, Jannik Eberhardt sowie Heiko Kastner und zum Hauptfeuerwehrmann Johannes Diegler und Patrick Ewen befördert. Neue Oberlöschmeister sind ab sofort Thorsten Becker, Sven Gerstner und Tobias Prediger und über die Beförderung zur Hauptlöschmeisterin / zum Hauptlöschmeister konnten sich Jenny Chouteau, Sven Meiser und Christian Serf freuen. Zum Brandmeister wurden Matthias Klein, Michael Kreutzer und Rainer Altmeyer befördert.

Bericht und Foto: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

Die jährliche Jahreshauptübung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Püttlingen fand am 01. September 2018 in Zusammenarbeit mit dem THW Ortsverband Völklingen-Püttlingen und den DRK Bereitschaften Püttlingen und Köllerbach statt. Als Übungsobjekt diente in diesem Jahr das Pfarrhaus St. Bonifatius auf der Püttlinger Ritterstraße sowie der Einmündungsbereich der Bildchenstraße / Theodolinde-Katzenmeier-Straße.

Vor Übungsbeginn erfolgte die Meldung durch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz an den 1. Beigeordneten Christian Müller, in Vertretung für den Chef der Wehr, Bürgermeister Martin Speicher und den Völklinger Wehrführer Herbert Broy, in Vertretung für den Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Toni Bender.

Die Jahreshauptübung wurde durch die Übungsverantwortlichen in zwei Übungsabschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt wurde nachfolgendes Szenario angenommen:

Ein LKW befuhr die Bildchenstraße in Richtung Ritterstraße. Aus Unachtsamkeit des Fahrzeugführers geriet das Fahrzeug in Höhe Einmündung Hengstwaldstraße auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden PKW. Der Fahrer des PKW wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Der LKW-Fahrer konnte aufgrund eines Schocks das Führerhaus nicht selbständig verlassen. Während der Erkundung der Einsatzstelle wurde festgestellt, dass sich auf der Ladefläche des LKW zwei IBC-Container mit einer unbekannten Flüssigkeit befanden. Diese waren glücklicherweise aber nicht leckgeschlagen. Der Unfall zog das Interesse vieler Anwohner auf sich, die umgehend einen Notruf über die 112 absetzten.

Als erstes Fahrzeug traf das Kleineinsatzfahrzeug (KEF) des Löschbezirks Püttlingen mit dem Löschbezirksführer Matthias Klein an der Einsatzstelle ein. Sofort führte er eine erste Lageerkundung durch und wies die nachrückenden Einsatzkräfte in die Lage ein.

Die Einsatzkräfte des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF) leiteten die Rettung des eingeklemmten PKW-Fahrers ein. Hier wurde der hydraulische Rettungssatz, dieser besteht aus der Rettungsschere, dem Rettungsspreizer und mehreren Rettungszylindern, eingesetzt, um die eingeklemmte Person patientengerecht aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Die Besatzung des Tanklöschfahrzeugs sicherte in der Zwischenzeit die Einsatzstelle gegen den fließenden Verkehr, stellte den 3-fachen Brandschutz sicher und unterstützte die Kräfte des Gerätewagen-Logistik bei der Rettung des LKW-Fahrers. Dieser wurde über eine Rettungsplattform aus dem Führerhaus gerettet. Die Sicherung des LKWs wurde durch die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks durchgeführt. Mittels des beim THW vorgehaltenen Bergungsräumgerätes wurden die IBC-Container von der Ladefläche des LKWs geborgen.

Im zweiten Übungsteil mussten die Übungsteilnehmer einen simulierten Brand löschen. Ein Anwohner lief aus Neugier auf die Straße, um sich das Geschehen beim Verkehrsunfall anzusehen. Dabei vergaß der Anwohner eine Pfanne auf dem eingeschalteten Herd in einem benachbarten Wohnhaus. Das Fett entzündete sich und setzte die Küche in Brand. Der Brandausbruch blieb zuerst unbemerkt, so dass sich das Feuer auf weitere Räume des Gebäudes ausbreiten konnte. Zum Zeitpunkt der Brandentstehung befanden sich zwei Personen im Obergeschoss, die das Feuer nicht bemerkten. Eine weitere, pflegebedürftige Bewohnerin befand sich im Erdgeschoss und konnte die Wohnung nicht selbständig verlassen. Ein Feuerwehrangehöriger, der mit der Absicherung des Verkehrsunfalls beschäftigt war, bemerkte die starke Rauchentwicklung aus dem Treppenhaus des Gebäudes. Daraufhin ließ der Einsatzleiter umgehend die Löschbezirke Köllerbach und Herchenbach sowie die Drehleiter des Löschbezirks Püttlingen zur Einsatzstelle nachalarmieren.

Die Einsatzkräfte des Tanklöschfahrzeugs aus Köllerbach gingen unter Atemschutz sowie mit einem C-Rohr ausgerüstet zur Rettung der pflegebedürftigen Bewohnerin und Brandbekämpfung ins Erdgeschoss vor. Durch die Besatzung der Drehleiter wurde die Menschenrettung aus dem Dachfenster eingeleitet und danach die Anleiterbereitschaft hergestellt. Die weitere Person aus dem Obergeschoss wurde durch den Angriffstrupp des Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W) vom Löschbezirk Herchenbach gerettet. Währenddessen stellten die Einsatzkräfte des Löschgruppenfahrzeugs (LF 8) die Wasserversorgung aus einem Unterflurhydranten her und unterstützen die weiteren Einsatzkräfte. Weiterhin wurde am rückwärtigen Gebäudeteil ein Sprungretter zur Menschenrettung eingesetzt.

Die geretteten Personen wurden an das Deutsche Rote Kreuz übergeben. Die Rotkreuzhelfer richteten eine Verletzten-Sammelstelle ein, führten Erste-Hilfe-Maßnahmen durch und betreuten die geretteten Personen.

Nach der Übung erfolgten die Übungsbesprechung sowie Beförderungen in der Barbarahalle auf der Ritterstraße. In Vertretung für den Brandinspekteur des Regionalverbandes Saarbrücken, Toni Bender, bescheinigte der Völklinger Wehrführer Herbert Broy allen Übungsbeteiligten eine hervorragende Leistung „Allen an der Übung Beteiligten kann ich einen hohen Ausbildungsstand attestieren. Die Zusammenarbeit aller Übungsbeteiligten funktionierte hervorragend. Dies wurde der Bevölkerung und dem Stadtrat eindrucksvoll bewiesen.“, so Herbert Broy. Ebenfalls verfügt die Feuerwehr Püttlingen über einen guten technischen Stand. „Wenn man Jugendliche für den Feuerwehrdienst begeistern will, ist dies nur mit moderner Technik und gut ausgestatteten Unterkünften möglich.“ so Herbert Broy weiter in seiner Ansprache. Auch Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz richtete noch ein paar Worte an die Übungsteilnehmer. „Alle Beteiligten haben gezeigt, dass sie für die anstehenden Einsatzanforderungen, die an die Hilfsorganisationen gestellt werden, gewappnet sind.“ so Thomas Prinz. Weiterhin richtete er einen Dank an die Mitglieder des Stadtrates, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr haben.

Bericht und Fotos: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

Bei vielen Feuerwehren besteht tagsüber das Problem, dass im Einsatzfall nicht genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Eine Vielzahl der Feuerwehrangehörigen arbeitet nicht mehr im Ort und pendelt zu ihrer Arbeitsstelle. Weiterhin wird es für Arbeitgeber in der heutigen Zeit immer schwieriger, ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit für Einsätze freizustellen. Aufgrund des Brandschutzgesetzes sind die Arbeitgeber zwar rechtlich dazu verpflichtet, jedoch nützt es nicht viel, wenn Unternehmen und Arbeitgeber nicht hinter dem ehrenamtlichen Engagement ihrer Mitarbeiter stehen. Aus diesem Grund hat der Deutsche Feuerwehrverband die Aktion „Partner der Feuerwehr“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Aktion werden Arbeitgeber ausgezeichnet, die Feuerwehrangehörige für Einsätze während der Arbeitszeit freistellen.

Im Rahmen der Eröffnung des Tages der offenen Tür beim Löschbezirk Köllerbach konnte die Firma Gips + Verputz Werner Becker die Ehrung „Partner der Feuerwehr“ entgegennehmen. Diese Ehrung wurde in Püttlingen zum ersten Mal vorgenommen. Der Vorsitzende des Feuerwehrverbandes für den Regionalverband Saarbrücken, Thomas Quint, lobte Firmeninhaber Werner Becker für sein vorbildliches Verhalten. „Die Firma Becker beschäftigt ehrenamtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und stellt diese auch unter Inkaufnahme eigener Nachteile für den Dienst an der Allgemeinheit im Einsatzfall frei.“ so Thomas Quint in seiner Dankesrede. Neben einer Dankesurkunde wurde Werner Becker außerdem die Plakette „Partner der Feuerwehr“ verliehen. Bürgermeister Martin Speicher, Wehrführer Thomas Prinz und Löschbezirksführer Roland von dem Broch bedankten sich ebenfalls bei Werner Becker für die vorbildliche Unterstützung. Vielleicht finden sich weitere Arbeitgeber, die das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter unterstützen und in Zukunft ebenfalls die Auszeichnung entgegennehmen können.

Bericht und Foto: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

Dass nicht nur die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit bei der Jugendfeuerwehr funktioniert, was bei der Köllertal-Übung der Jugendfeuerwehren anschaulich unter Beweis gestellt wurde, sondern auch bei den Aktiven Feuerwehrangehörigen, zeigte der gemeinsam durchgeführte Truppmann-Lehrgang Teil 1. Da solch ein Lehrgang nur mit einer gewissen Teilnehmerzahl durchgeführt werden kann und in allen 3 Köllertalkommunen alleine nicht genügend Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen kamen, entschloss man sich, den Lehrgang, wie bereits in den Vorjahren, im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit durchzuführen. Bereits im März begann für die 27 Feuerwehangehörigen der erste Teil ihrer Feuerwehr-Grundausbildung, der Truppmann-Lehrgang Teil 1. In diesem Lehrgang werden die Grundlagen für das Feuerwehrhandwerk gelegt.

In 70 Ausbildungsstunden wurde den Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern neben dem theoretischen auch das praktische Rüstzeug für die Feuerwehrarbeit vermittelt. Dabei wurden Themen wie Fahrzeug- und Gerätekunde, Verhalten bei Gefahr, Brennen und Löschen, Rechtsgrundlagen, Technische Hilfeleistung und Löscheinsatz behandelt. Daneben absolvierten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einen Erste-Hilfe-Kurs. Abwechselnd fanden die Ausbildungsveranstaltungen bei den beteiligten Feuerwehren statt. Um zu überprüfen, ob alle Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer die im Lehrgang vermittelten Inhalte verstanden haben, stand am Ende der Ausbildung noch eine Lernerfolgskontrolle auf dem Ausbildungsplan. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schlossen den Lehrgang erfolgreich ab und konnten daher aus den Händen von Püttlingens Wehrführer Thomas Prinz ihre Lehrgangsbescheinigungen entgegennehmen.

Um die Feuerwehrgrundausbildung abzuschließen, steht als nächstes der zweite Teil des Truppmann-Lehrgangs auf dem Plan, der Ende des Jahres durchgeführt wird. Ein besonderer Dank an alle Ausbilder, die sich um die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses kümmern.

Bericht und Foto: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

Bei Einsatz- und Alarmfahrten mit Blaulicht und Martinshorn besteht für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge ein erhöhtes Risiko, in Verkehrsunfälle verwickelt zu werden. Immer wieder liest man in der Zeitung von Unfällen, an denen Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr beteiligt sind. Um solche Einsatzfahrten ohne Gefährdung der Einsatzfahrer und der übrigen Verkehrsteilnehmer zu trainieren, hatten Feuerwehrangehörige aus den drei Püttlinger Löschbezirken an 3 Terminen die Möglichkeit, dies an einem Fahrsimulator zu üben.

In Zusammenarbeit des Landesfeuerwehrverbandes und der Unfallkasse des Saarlandes (UKS) konnten so insgesamt 18 Feuerwehrangehörige ein Fahrsimulatortraining in Sankt Wendel besuchen.

Zuerst wurden den Teilnehmern in einem theoretischen Teil die rechtlichen Grundlagen zum Thema Sonder- und Wegerechte nähergebracht und auf die Unfallstatistik bei Sonderrechtsfahrten eingegangen. Danach ging es in die Praxis und die Fahrzeugführer hatten die Möglichkeit, gefahrlos Alarmfahrten am Simulator zu üben. Um das Ganze realitätsnah zu simulieren und die hierbei auftretenden Stress- und Gefahrensituationen bei Einsatzfahrten nachzustellen wurde neben dem Einsatzhorn auch der Einsatzfunk eingespielt. Neben verschiedenen Verkehrssituationen, wie Fahrten im Stadtgebiet, auf Land- und Autobahnen wurden in der Simulation auch verschiedene Wetterbedingungen oder aber auch Nachtfahrten nachgestellt. Im Nachgang wurden die Einsatzfahrten in der Gruppe besprochen und analysiert. Ziel des Simulatortrainings ist es, bei den Einsatzfahrern das Bewusstsein für unübersichtliche Verkehrssituationen zu schärfen, aber auch auf das unberechenbare Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer reagieren zu können. Nach jeweils gut 4 Stunden konnten sich die Teilnehmer mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen auf den Nachhauseweg machen.

Bericht und Foto: Fachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Püttlingen

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