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19.08.2017
16:00 Uhr
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02.09.2017
15:00 Uhr
Jahreshauptübung »
Anspruchsvolles Übungsszenario
 
Jahreshauptübung in Püttlingen: Wehr musste „Brand“ in Seniorenheim bekämpfen

 

 
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Wenn sich vier Mann um eine Puppe bemühen, dann hat das in diesem Fall nichts mit dem Rot- sondern vielmehr mit dem Blaulicht-Milieu zu tun: Bei der Jahreshauptübung der Rettungskräfte am Samstag in Püttlingen wird eine „verletzte Person“ gerettet. Fotos: Jenal
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Nicht kleckern sondern klotzen heißt es bei der Brandbekämpfung mit Schaum.
 
 
Knüppeldick traf es die Püttlinger Rettungsdienste am Samstag: Feuer im Wohnheim, Leib und Leben vieler gefährdet – doch zum Glück war es nur eine Übung, die auch bravourös gemeistert wurde.
Immer die Raucher. Im Wohnheim der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Püttlingen schmaucht ein Mann seine Zigarette auf dem Zimmer. Erlaubt ist das nicht. So war aber die Annahme für das Übungsszenario der Püttlinger Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen der Jahreshauptübung am vergangenen Samstag. Um nicht aufzufallen, verwendet unser Tabakfreund eine größere Menge Deospray zum Überdecken des Qualmgeruches. Das hat er schon oft getan. Die ausgedrückte Kippe entsorgt er wie immer im Papierkorb, leider nicht sorgfältig genug. Der Kippenrest glimmt und kokelt. Gleich brennt der Korb, schon die Gardine. Die Deoluft explodiert zur Stichflamme.

Unser Mann gerät in Panik. In seiner Not wirft der unvorsichtige Raucher den brennenden Korb aus dem Fenster. Und trifft damit prompt einen Pkw, der gerade in die Tiefgarage einfährt und sofort zu brennen anfängt. Jetzt passiert zweierlei: Im Wohnheim reagiert die Brandmeldeanlage. In der Tiefgarage ruft der betroffene Pkw-Fahrer den Notruf 112. Wenige Minuten später kommen die Einsatzfahrzeuge an, allen voran Einsatzleiter Thomas Prinz.

Nur nicht hektisch werden

Schnell muss es jetzt gehen, aber nicht hektisch. Und das, man merkt es, haben die Wehrleute geübt. Hauptbrandmeister Prinz hört sich die Lage an. Delegiert Aufgaben an seine Abschnittsleiter. Das sind die Männer mit den weißen Westen. Einsatztrupps werden gebildet. Koordination ist offensichtlich das A und das O eines solchen Einsatzes. Denn im Gebäude brennt es bereits an vielen Stellen. Überall werden von den panischen Hausbewohnern Türen und Fenster aufgerissen. Verständlich, aber dem Feuer kommt die Zugluft entgegen. Dem Rauch auch, es qualmt fürchterlich.

Schneller als man denkt, wird von außen die Drehleiter eingesetzt. Denn auf zwei Balkonen des Wohnheimes befinden sich Menschen in Not, unter ihnen ein Rollstuhlfahrer. Die beiden müssen über die Drehleiter geborgen werden. Schweren Atemschutz legen derweil dafür ausgebildete Wehrmänner an, um in das „brennende“ Gebäude einzudringen. In der Tiefgarage staut sich die Hitze. Hier ist besondere Umsicht gefragt. Als wäre das noch nicht Ungemach genug, verlenkt sich in der benachbarten Marktstraße ein Autofahrer. Sein Wagen überschlägt sich und kommt in Seitenlage mitten im Köllerbach zum Liegen. Der eingeklemmte Fahrer, seine Beifahrerin und ein Kleinkind – natürlich sind es Puppen – können sich nicht aus eigener Kraft befreien. Mit hydraulischen Pressen wird der Unfallwagen wieder auf seine Räder gestellt. Seine Insassen werden heraus geholt.

Alles in allem eine anspruchsvolle Jahreshauptübung, die von gut 200 Zuschauern sowie professionellen Einsatz-Beobachtern der Feuerwehr vom Senftenberger Platz aus begutachtet wird. Unterstützt wird der Einsatz von Mitgliedern des Deutschen Roten Kreuzes Püttlingen sowie des Technischen Hilfswerkes Völklingen/Püttlingen.

128 aktive Wehrleute

Die Freiwillige Feuerwehr Püttlingen verfügt in ihren drei Löschbezirken Püttlingen, Köllerbach und Herchenbach derzeit über 138 aktive Einsatzkräfte. 39 Jugendliche erlernen die Brandbekämpfung in der Nachwuchsabteilung. 46 ehemalige Feuerwehrmänner und -frauen gehören der Altersabteilung an.
 
Zum Thema:

Auf einen BlickBeförderungen: Nach der Feuerwehrübung im und um das Awo-Wohnheim Püttlingen am Senftenberger Platz wurden im Gerätehaus in der Bengeser Straße 26 Übernahmen und Beförderungen vorgenommen. Kevin-Marcel Finkler, Lisa Kammer und Fabian Müller wurden von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen. Jonas Baldauf, Florian Janes, Mirko Osbild, Sascha Raubuch, Maximilian Schneider, Simon Schröder, Luca Thielen und Lukas Zirpel wurden auf Vorschlag der Löschbezirksführer und des Wehrführers zum Feuerwehrmann befördert, Björn Brantzen zum Oberfeuerwehrmann, Marco Raber zum Hauptfeuerwehrmann und Rainer Altmeyer, Marius Becker sowie Laura Ströhle zum Löschmeister beziehungsweise zur Löschmeisterin. Matthias Klein und Daniel Hauch wurden zum Oberlöschmeister befördert und Christian Bär zum Hauptlöschmeister. et
 
Bericht aus Saarbrücker Zeitung
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