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Zwei Frauen sterben bei Feuer

Püttlingen: Brand im Klinik-Anbau – Großeinsatz kann Tragödie nicht verhindern

 

Von Marco Reuther,Frank Bredel (SZ), 12.11.2014 00:00
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Flammen schlagen gestern gegen 6 Uhr morgens aus dem Obergeschoss des Klinik-Anbaus in Püttlingen. Fotos (2): Becker & Bredel
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Das Feuer ist gelöscht, die Nacharbeiten dauerten gestern noch bis in den Nachmittag hinein.
 
 
Zwei Frauen starben gestern durch einen Brand im Anbau der Püttlinger Knappschaftsklinik. Die meisten Patienten konnten vom Krankenhauspersonal evakuiert werden. 105 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
„Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen“ – sichtlich um Fassung bemüht informierte gestern Verwaltungsdirektor Dr. Andreas Ruffing über die Brandkatastrophe am frühen Dienstagmorgen in der Püttlinger Knappschaftsklinik. Zwei Patientinnen haben bei dem Feuer in dem erst 2003 errichteten Anbau ihr Leben verloren. Das Feuer muss in einem der beiden betroffenen Patientenzimmer im Obergeschoss ausgebrochen sein, die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache, zu der eigens noch ein unabhängiger Gutachter herangezogen wurde, nehmen jedoch einige Zeit in Anspruch und waren gestern Abend noch nicht abgeschlossen.

Nur in den beiden Obergeschossen des Anbaus befinden sich Krankenzimmer. Die meisten Patienten konnten, nachdem gegen 5.40 Uhr der automatische Alarm ausgelöst worden war, vom Krankenhauspersonal in Sicherheit gebracht werden.

Wie der Püttlinger Wehrführer Thomas Prinz erklärte, waren an dem umfangreichen Einsatz 105 Feuerwehrleute aus sieben Löschbezirken beteiligt. Neben Rettungskräften aus den drei Püttlinger Löschbezirken hatte man schon während der Anfahrt, als das Feuer aus dem Obergeschoss schlug, um Verstärkung aus Völklinger Löschbezirken und aus Riegelsberg ersucht. Das Feuer wurde sowohl von der Drehleiter aus bekämpft als auch durch Atemschutz-Trupps, die durch die Treppenhäuser zum Brandherd vordrangen.

Die evakuierten Patienten, schildert Ruffing, waren alle unverletzt geblieben und wurden psychologisch betreut. Wie Bürgermeister Martin Speicher ergänzte, der sich vor Ort ein Bild über die Geschehnisse machte, waren auch sieben Notfallseelsorger im Einsatz. Von den Feuerwehrleuten zogen sich vier leichte Blessuren durch Verbrühungen zu.

Wegen Umbauarbeiten im Haupthaus hält die Klinik derzeit „Pufferzimmer“ für Patienten bereit, so Ruffing, so dass es keine größeren Schwierigkeiten bereitete, den Rheuma- und Schmerzpatienten aus dem Anbau andere Zimmer anzubieten. Wer schon dazu in der Lage war und es wollte, konnte auch nach Hause gehen. Zudem seien die Angehörigen aller Patienten so schnell wie möglich informiert worden.

In erster Linie ist der Verlust von Menschenleben zu beklagen. Daneben gibt es auch einen hohen Sachschaden. Ruffing rechnet – unter Vorbehalt einer genaueren Untersuchung – mit einer siebenstelligen Summe.

Erst vor wenigen Wochen war der Anbau um einen weiteren Anbau – die neue Rehaklinik der Knappschaft – ergänzt worden. Die Rehaklinik sei nur indirekt betroffen, da Therapieräume im Anbau derzeit nicht genutzt werden können. Der Betrieb gehe aber – eingeschränkt – weiter, eventuell sei in etwa einer Woche wieder der normale Betrieb möglich.

Wann jedoch die Räume der Schmerz- und der Rheumaklinik im Obergeschoss wieder genutzt werden können und ebenso die darunterliegenden Räume der Psychosomatischen Klinik, müsse erst noch ermittelt werden, es könne aber durchaus mehrere Monate dauern. >
 
Bericht aus Saarbrücker Zeitung
 
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